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Unternehmerkonsortium übernimmt Geschäftsbetrieb der Avus Buch & Medien GmbH
Ein Unternehmerkonsortium übernimmt zum 01. 06. 2026 die Geschäfte der Avus Buch & Medien GmbH.
Damit kehrt auch ein alter Bekannter an seine frühere Wirkungsstätte zurück: Karl-Otto Binder übernimmt die Geschäftsführung. Er wird unterstützt von den Prokuristen Kerstin Walter und Kai Trierweiler.
Mit der Transformations- und Turnaround-Expertise der neuen Gesellschafter, welche die AVUS langfristig begleiten möchten, freut sich das operative Management auf die Weiterentwicklung des Unternehmens in einem herausfordernden Marktumfeld.
Die neue Avus Buch & Medien Service GmbH behält lhren Firmensitz in der Schanzenstr. 13, 51063 Köln und führt dort den operativen Betrieb in gewohntem Umfang fort.
Alle bisherigen Ansprechpartnerlnnen sind wie bisher unter den bekannten Rufnummern und E-Mail- Adressen erreichbar.
Für die langiährige Treue und vertrauensvolle Zusammenarbeit möchten wir uns bei allen Kunden und Lieferanten bedanken und freuen uns auf eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit.

Bitte beachten Sie unbedingt auch unsere geänderte Bankverbindung, die Sie selbstverständlich auch auf den künftigen Rechnungen finden:
Avus Buch & Medien Service GmbH
Kreissparkasse Köln | IBAN DE34 3705 0299 0000 8031 55 | BIC COKSDE33
Was für die einen seit jeher irgendwie vertraut daherkommt, ist den meisten Menschen inzwischen total fremd: die Sprache der Kirche. Andreas Malessa ist nicht nur Autor und Hörfunkjournalist, er predigt bisweilen sonntags von der Kanzel und kennt die fromme Welt seit Jahrzehnten bis ins Detail. Wortgewandt nimmt er den

Am Anfang war die Floskel (Mängelexemplar)

Sie werden lachen – die Kirche meint's ernst

Was für die einen seit jeher irgendwie vertraut daherkommt, ist den meisten Menschen inzwischen total fremd: die Sprache der Kirche. Andreas Malessa ist nicht nur Autor und Hörfunkjournalist, er predigt bisweilen sonntags von der Kanzel und kennt die fromme Welt seit Jahrzehnten bis ins Detail. Wortgewandt nimmt er den "Kirchensprech" auseinander. Kreist um wohlfeile, aber nahezu unverständliche Formulierungen, leuchtet in die Tiefen kirchlicher Tradition und fördert dabei auch den einen oder anderen Sprachschatz zutage. Spießt sperrige Begrifflichkeiten und neudeutsche Worthülsen auf, führt genüsslich vor Augen, wie absurd manches ist. Inspirierende Notizen zu diskriminierungsfreier und geschlechtergerechter Sprache inklusive.

"Was sich liebt, das neckt sich", sagt Andreas Malessa. Und: "Kaum zu glauben, die Kirche meint‘s ernst."

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Kostprobe gefällig?

Raubkatzen in Afrika riechen, wessen Revier sie gerade durchwandern. Christen hören, zu welchem spirituellen Claim und Clan einer gehört. „Wir schließen Sie in unsere Gebete ein“ sagen Katholiken. „Wir wollen in der Fürbitte für Sie vor Gott treten“ sagen Protestanten. „Wir werden Sie umbeten“, sagen Evangelikale und betonen es auf der zweiten Silbe. Wie um-zingeln oder um-ringen. Nicht wie umhauen.

„Den werde ich mal ordentlich ist Gebet nehmen“ sagen Vorgesetzte, Eltern, Lehrer und Autoritätspersonen jeglichen Glaubens. Das ist eine Drohung, kommt sprachgeschichtlich gar nicht von Gebet, sondern von Gebiss und wird auf „ordentlich“ betont. Jemanden mal ordentlich ins Gebet nehmen.

Manche Redewendungen sind in unsere Umgangssprache gedrungen und werden dort, außerhalb jeglicher Religiosität, sofort verstanden. Ohne Anstoß zu erregen: Martin Luther erfand 1522 zum Beispiel „Jemandem die Leviten lesen“, „aus dem Herzen keine Mördergrube machen“, „sein Scherflein beitragen“, „Perlen nicht vor die Säue werfen“, sein „Licht nicht unter den Scheffel stellen“, „keine Mätzchen machen“ „als Lückenbüßer herhalten“, jemanden „zum Sündenbock machen“, “die Hände in Unschuld waschen“ – alles Bibel. Alles Luther.

Kein einziges Sprichwort aber verwendet jene Begriffe, die man im Sprachgebrauch pfingstlich-charismatischer Freikirchen antrifft. „Öl des Heils“, „Salbung“, „Sieg drüber“, „Weissagung empfangen“, „ein Bild haben“, „Land einnehmen“, „Fülle erleben“ – alles zwar metaphorisch übertragen gemeinte, aber unübersetzt gesprochene Worte aus der Bibel. Wortverwendungen, die nicht auf 500 Jahre allgemeines Verständnis setzen können. Und deshalb nichts weiter bewirken, als konfessionelle Duftmarken zu setzen.

Hardcover
früherer LP: 12,00
Mängelexemplar
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Verlag: bene!
Erscheinungsdatum: 2022-04-01
ISBN-13: 9783963401510
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